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Compagnie Maguy Marin

„May B“

  • 19.30 Uhr, Einführung im Saal Bodensee 
  • 20.00 Uhr, Großer Saal
  • Samstag, 02.05.2020
  • Festspielhaus Bregenz
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„Zusammen ist man weniger allein.“ (Anna Gavalda)

Die Absurdität des menschlichen Lebens hat die französische Choreografin Maguy Marin in zehn Figuren gelegt – ein gefühlsgeladenes Tanzstück aus dem Jahr 1981, voller Zärtlichkeit, Angst und Irrungen.

„May B“ basiert auf den Schriften von Samuel Beckett, der der damals noch unbekannten Choreografin die Adaption seiner Arbeit erlaubte. Die existenzialistische Verlorenheit von Becketts Charakteren klingt wider: Gleich verlorener Clochards streifen die Tänzerinnen und Tänzer über die Bühne, grunzend und tragikomisch, mit staubigen Gesichtern, unbeholfen, in zarter Lächerlichkeit – sie wirken wie aus dem Nirgendwo in die Welt und das Menschsein gestolpert. Stück für Stück entdecken sie sich und ihre Umwelt, ihre triebhafte Lust ebenso wie subtile Gefühle, begleitet von Franz Schubert und Gavin Bryars sowie einer einzigen Zeile aus Becketts ‚Endspiel‘: „Ende, es ist zu Ende, es geht zu Ende, es geht vielleicht zu Ende.“
Diese Ungewissheit, der die sonderbar-grotesken Protagonistinnen und Protagonisten mit winzigen, intimen und kuriosen Gesten voller Heiterkeit und Absurdität trotzen, wird zum definitorischen Moment von „May B“ – es mag sein, vielleicht.

Der Erfolg des Stückes, das sich über fast vier Jahrzehnte in die Tanzgeschichte einschrieb, erklärt sich vielleicht gerade aus der Zeitlosigkeit der existenziellen Fragen, die es voll intuitiver Stärke und einfühlsamer Komik, antitheatral und zugleich theatral, verkörpert.

Compagnie aus Frankreich

Choreografie: Maguy Marin
Lichtdesign: Alexandre Beneteaud
Musik: Franz Schubert, Gilles de Binche, Gavin Bryars
Kostüm: Louise Marin
Koproduktion: Kompanie Maguy Marin, Maison des Arts de Creteil
Premiere: 4. November 1981, Angers
Dauer: ca. 80 Min. ohne Pause


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