Freitag, 30. April 2027

Vermittlung: "Body Talk"
19.00  – 19.25 Uhr
Einlass ab 18.45 Uhr

Beginn Vorstellung: 20 Uhr
Festspielhaus Bregenz

Nadav Zelner / Leilane Teles / George Céspedes

FISHY ÖEA // Umbó // Ataraxia
  • FISHY ÖEA 
  • Choreografie Nadav Zelner
  • Musik Matan Onyameh, based on pre-existing Indian music
  • Licht  Maor Zabar
  • Kostüme  Maor Zaba (Design) und Fabio Namatame (Produktion)
  • Produktion 2026
  • Spieldauer  ca. 25 – 30 min
  • UMBÓ 
  • Choreografie  Leilane Teles
  • Musik Tiganá Santana, Virgínia Rodrigues
  • Licht Gabriele Souza
  • Kostüme Teresa Abreu
  • Produktion 2021
  • Spieldauer  ca. 20 min
  • ATARAXIA 
  • Choreografie  George Céspedes
  • Musik George Céspedes, Marilyn Manson, Raúl Torres, Pablo Milanés
  • Licht André Boll
  • Kostüme Marco Lima
  • Produktion 2025
  • Spieldauer  ca. 30 min
Mit FISHY, UMBÓ und ATARAXIA präsentiert die Sao Paulo Dance Company einen dreiteiligen Abend, der die außergewöhnliche künstlerische Vielfalt des Ensembles eindrucksvoll sichtbar macht. Drei choreografische Handschriften begegnen einander und verbinden sich zu einer Reise durch Fragen von Veränderung, Identität und Gemeinschaft.

Den Auftakt bildet FISHY, eine österreichische Erstaufführung des israelischen Choreografen Nadav Zelner, die für die Sao Paulo Dance Company entstanden ist. Im Mittelpunkt steht die Fähigkeit des Menschen, sich auf Veränderungen einzulassen und Orientierung im Unbekannten zu finden. Ausgangspunkt der Choreografie waren die Bewegungen der Fische in Zelners heimischem Aquarium. Ihr ständiges Anpassen, Neuorientieren und Weiterbewegen wurde zur Inspiration für eine poetische Auseinandersetzung mit Wandel und Unsicherheit. Wie in vielen seiner Arbeiten entwickelt Zelner aus einer vielfältigen Auswahl indischer Musik eine choreografische Welt von außergewöhnlicher Musikalität, spielerischer Fantasie und großer visueller Kraft.

Mit UMBÓ schlägt die brasilianische Choreografin Leilane Teles einen poetischen Ton an. Ausgangspunkt ihrer Choreografie ist die Idee, dass Inspiration Größeres bewirkt. Jede Bewegung hinter­lässt Spuren, jede Beziehung eröffnet neue Möglichkeiten. UMBÓ erzählt von den unsichtbaren Verbindungen zwischen Menschen und davon, wie Erinnerungen, Erfahrungen und Gefühle von einer Generation zur nächsten weitergetragen werden. Zur Musik von Tiganá Santana und der eindringlichen Stimme Virgínia Rodrigues’ entfaltet sich ein Werk über Verbundenheit, Erinnerung und die schöpferische Kraft menschlicher Beziehungen.

Den Abend rundet die Performance ATARAXIA von George Céspedes ab. Inspiriert vom griechischen Begriff der inneren Gelassenheit entwickelt der kubanische Choreograf eine kraftvolle Bildsprache zwischen Ordnung und Auflösung. Präzise Formationen, urbane Rhythmen und eine enorme körperliche Intensität lassen die Tänzer:innen als einen gemeinsamen Organismus agieren. Immer wieder lösen sie sich voneinander, finden neue Konstellationen und machen das Spannungsfeld zwischen Individuum und Kollektiv unmittelbar erfahrbar.

Gemeinsam eröffnen die drei Werke einen Abend, der Veränderung nicht als Ausnahme, sondern als Voraussetzung für Entwicklung begreift. FISHY lädt dazu ein, dem Unbekannten mit Offenheit zu begegnen, UMBÓ zeigt, wie Begegnungen und Erfahrungen uns Menschen verbinden, und ATARAXIA macht sichtbar, wie aus dem Zusammenspiel von Individuum und Gemeinschaft neue Perspektiven entstehen.

Bilder:
© Iari Davies
© Marcelo Machado